StartEventberichteBPSC-Kongress für Digitalisierung und Nachhaltigkeit

BPSC-Kongress für Digitalisierung und Nachhaltigkeit

(März 2026) Zum zweiten Mal fand der Better Products and Solutions Kongress (BPSC) der Initiative Smart4eco, mit Messefläche, Exkursionen und Vorträgen, an zwei Tagen in Berlin statt. Veranstaltet wurde der Kongress von Markus Wolf und Alexander Ettenhuber aus den Isarkliniken München, deren Vision eine Verbindung aus Ökonomie, Digitalisierung und Nachhaltigkeit ist. Ihr Ziel: Kliniken und Industrie zusammenzubringen, damit nachhaltige erprobte Produkte und Lösungen vermehrt genutzt werden.

Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Fokus

Moderator Thomas Gallmann sagte: „Es gab spannenden neuen Input über das Thema Abfall, daneben Updates zum Digitalisierungsfortschritt und zur Regulatorik. Auch wenn die letztgenannte oft wie ein Monster wirkt – man muss sich damit auseinandersetzen. Vorbildlich finde ich hier die Ausrichtung auf die Zukunft, das Visionäre und die Mitmachbereitschaft bei jedem Einzelnen hier!“

Adrian Reeck, Geschäftsbereichsleitung Einkauf und Logistik bei der Knappschaft Klinik Solutions ergänzte: „Nachhaltigkeit ist eine Investition in die Zukunft. Ein starkes Vorbild stellt das Isarklinikum München dar; sie zeigen, wie vieles in der Praxis funktioniert. Ich habe viele Ideen mitgenommen und bin mir sicher, einiges davon wird auch in unseren Kliniken Einzug halten.“

Innovative Produkte und Lösungen

Einige Highlights im Messebereich stellten etwa das Garn und die Textilien von Johnson und Johnson dar, die ausschließlich in Deutschland hergestellt werden – der hiesige Standort wird sogar mit einem zweistelligen Millionenbetrag ausgebaut. Ferner waren das Einweg-Vakuumbeutelsystem „Vacubags“ von Dr. Schumacher für ein ganzheitliches Handhygienekonzept, die Upcycling-Servietten und Kosmetiktücher der Firma Lucart, das Ultrahochkonzentrat von Dr. Weigert, die Liegenabdeckrollen aus Tetrapacks, die Chirutex-Mehrwert-Textilien oder das komplett geschlossene Flüssigkeitsmanagementsystem Neptun von Stryker nur einige positive Beispiele der über 30 Aussteller. Daneben stellten sich Verbände und Initiativen vor, etwa die femak e. V. oder Zuke Green, eine Community zur Vernetzung.

Vorträge und Startups

Auf zwei Bühnen gab es zahlreiche Vorträge zu Logistik, Aufbereitung, Digitalisierung, Regulierung und Verpflegung. Auch Startups wie Vitas, Famedly, Momentum Novum und Nubedian zeigten ihre Entwicklungen. Natalie Gladkov, Digitalexpertion des BVMed, vermittelte die Vision eines digitalen datenbasierten Versorgungskosmos aus Sicht der Medizintechnik Branche. Diese besteht aus der datenbasierten Medizintechnik, einem neuen dritten Versorgungslevel und dem zielgerichteten unmittelbaren Zugang zur Versorgung.

Der Kongress hat es geschafft, jeden Teilnehmenden zu überzeugen, dass digitale Transformation, Nachhaltigkeit und ökonomischer Wettbewerbsfähigkeit zusammengehören und gedacht werden müssen.

Zudem wurden die KlimaretterLebensretter Awards der viamedica – Stiftung für eine gesunde Medizin verliehen. Die Gewinner waren:

Kategorie große Einrichtungen/Unternehmen (ab 4.000 MA)

  1. Universitätsklinikum Freiburg
  2. Universitätsklinikum Erlangen
  3. Universitätsmedizin Halle (Saale).

Kategorie mittlere Einrichtungen/Unternehmen (1.000 – 4.000 MA)

  1. Pronova BKK
  2. Medtronic GmbH
  3. Helios Klinikum Hildesheim.

Kategorie kleine Einrichtungen/Unternehmen (100 – 1.000 MA)

  1. Vanguard AG
  2. Isar Kliniken GmbH
  3. kbo-Sozialpsychiatrisches Zentrum gGmbh.

Kategorie Kleinstunternehmen und Praxen (unter 100 MA)

  1. INTERATIO-MediTec GmbH.

Kategorie Gruppen

  1. ISAR Klinikum
  2. Vanguard AG
  3. Universitätsklinikum Würzburg.

Kategorie Einzelpersonen

  1. Vanguard AG
  2. Helios Klinikum Hildesheim
  3. Universitätsklinikum Freiburg

Quelle: Mirjam Bauer

- Anzeige -

Meistgelesen

Mehr