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Fokus auf: Pflege und Technik

Die Ausgabe 6.2025 der mt | medizintechnik ist hier als E-Paper verfügbar.

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Editorial „Pflege und Technik – Zwischen Fortschritt und Fürsorge, Effizienz und Empathie“

Die Themen aller Ausgaben im Überblick

 

Überblick über die Fachbeiträge

Das Kompetenzzentrum Digitalisierung und Pflege

Das Kompetenzzentrum Digitalisierung und Pflege begleitet bundesweit die digitale Transformation der Langzeitpflege. Es bündelt Wissen, bewertet etablierte und neue digitale Anwendungen und entwickelt praxisorientierte Handlungsempfehlungen, etwa zur Cybersicherheit oder sprachgestützten Pflegedokumentation. Ziel ist es, Evidenz zu schaffen, Kompetenzen zu fördern und Einrichtungen bei der Einführung, Finanzierung und Qualifizierung digitaler Lösungen zu unterstützen. Neben der Pflegepraxis profitieren auch Medizintechnikverantwortliche und Hersteller durch Erkenntnisse zu Interoperabilität, Schulung und Implementierung. So trägt das Kompetenzzentrum dazu bei, Digitalisierung sicher, wirkungsvoll und praxisnah in die Versorgung zu integrieren und Innovation strukturiert in den Pflegealltag zu überführen.
Autoren: C. Wilhelm, H. Ortlieb u. J. Winkelhage

Ein telemedizinisch unterstütztes Versorgungsnetzwerk in der ambulanten Pflege

Das Projekt Stay@Home – Treat@ Home (STH) untersucht den Aufbau eines telemedizinisch unterstützten transsektoralen Netzwerks zur Verbesserung der Versorgung pflegebedürftiger Menschen in Berlin. Ziel ist es, akute gesundheitliche Verschlechterungen frühzeitig zu erkennen, unnötige Notaufnahmekontakte zu vermeiden und die Lebensqualität zu steigern. Zentrales Element ist das digitale interaktive Gesundheitstagebuch (DiG), das gesundheitsrelevante Informationen bündelt und die Einbindung medizinischer und pflegerischer Akteure erleichtert.
Autoren: M. Stahl, N. Hinricher u. R. Arndt

Medizinische Gasversorgung in Kliniken

Ein Ausfall der medizinischen Gasversorgung kann in Kliniken lebensgefährlich sein. Der Beitrag zeigt, wie technische Redundanz, Sensorik, Frühwarnsysteme und klare Notfallpläne die Versorgungssicherheit erhöhen. Strategien wie Risikomapping, digitale Überwachung, Predictive Maintenance und KRITIS-konforme Abläufe stärken Resilienz und Reaktionsfähigkeit. Ergänzend sichern Schulungen, sichere Logistik, geübte Störfallprozesse und nachhaltige Technologien den Betrieb – für robuste, sichere und zukunftsfähige Gasinfrastrukturen.
Autorin: I. Ferner-Prantner

Mit Verantwortung zur Präzision: KI verändert die Medizin

Der Beitrag zeigt, wie Künstliche Intelligenz die Medizintechnik verändert und warum verantwortungsvolle Entwicklung der Schlüssel zum Erfolg ist. Angesichts von Fachkräftemangel, steigenden Patientenzahlen und wachsendem Kostendruck bietet KI Chancen für mehr Effizienz, Qualität und Versorgungssicherheit. Anhand von Beispielen aus der Bildgebung, Kardiologie und Radiologie wird erläutert, wie GE HealthCare KI sicher, transparent und praxisnah einsetzt: von Deep-Learning-Algorithmen in der Diagnostik über Remote-EKGs und Remote Scanning bis zu interoperablen Systemen in der Klinik. Das Ziel: Technologie, die entlastet, vernetzt und Vertrauen schafft.
Autorin: S. Schlagl

Hilfsmittelgestützte Entlastung in der Gangtherapie

Physio- und Ergotherapeuten leiden zunehmend unter arbeitsbedingten muskuloskelettalen Beschwerden. Dabei stellt die Gangtherapie durch das manuelle Nachführen eines in Pausen notwendigen Rollstuhls hinter den Patienten einen besonders belastenden Arbeitsprozess dar. In Kooperation mit dem St.-Marien-Hospital Marsberg entwickelte das Labor für Biomechatronik der FH Münster einen Prototyp für ein Hilfsmittel, welches Therapeuten in der Gangtherapie durch die automatisierte Bereitstellung einer kontinuierlich verfügbaren Sitzgelegenheit für die Patienten körperlich entlastet und die Patientensicherheit erhöht. Eine Pilotstudie bewies signifikante Haltungsverbesserungen bei Therapeuten. Aktuell werden Partner für Weiterentwicklung und Vermarktung des Hilfsmittels gesucht.
Autoren: L. Wösting u. D. Hochmann

Digitale Technik im Dienst der Pflege

Pflegekräfte stehen unter massivem Druck: steigender Fachkräftemangel, wachsende Anforderungen und hohe Belastung durch Routineaufgaben. Zwei Projekte des Fraunhofer IGD zeigen, wie digitale Technik gezielt entlasten kann. Mit HealthView wurde nachgewiesen, dass sich Vitalparameter wie Atemfrequenz, Puls oder Temperatur kontaktlos und KI-gestützt am Patientenbett erfassen lassen – ein möglicher Beitrag zur frühzeitigen Erkennung kritischer Zustände wie Sepsis. In Pflegeheimen werden indes Wearables und Smartwatches erprobt, die Dekubitus vorbeugen und die Dokumentation automatisieren. Ziel aller Ansätze ist es, Pflegekräften Zeit für das Wesentliche zu verschaffen: die direkte Betreuung der Menschen.
Autorin: S. Prasche

Weitere Themen:

  • Fachbegriffe zur Digitalisierung erklärt
    Internet of Medical Things (IoMT)
  • Buchbesprechung
    Differenziert und sachorientiert: Dokumentationen über die Zeit der Pandemie:
    David Klemperer, Joseph Kuhn, Bernt-Peter Robra: Corona verstehen
  • Eine Kolumne mit kleinen Rückblicken in die Welt der mt
  • Kurz & Interessant mit fünf weiteren Themen, u. a. zur „Schatten-KI im Klinikalltag – wie lange können wir uns das noch leisten?“
  • Kommende Veranstaltungen (auf der letzten Seite)