(Januar2026) Berlin. Die Gesundheitsstadt Berlin verlieh am 19. Januar 2026 im Rahmen ihres Neujahrsempfangs erstmals den Preis „Gesundheitspolitiker:in des Jahres“ – eine Auszeichnung für herausragende politische Leistungen, die das deutsche Gesundheitswesen nachhaltig stärken und die demokratische Kultur fördern. Der Preis wurde vom Verein Mittelständischer Dienstleistungsunternehmen e.V. (VMDU), gestiftet und nach einer Laudatio der Gesundheitsökonomin Simone Borchardt, MdB, Mitglied der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, übergeben.
Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, hat in seiner langjährigen politischen Laufbahn immer wieder gezeigt, dass ihm die Stärkung des Gesundheitssystems ein zentrales Anliegen ist. Er steht für mutige Reformansätze, etwa in der Krankenhausplanung und bei Fragen der Versorgungsstruktur. Er setzt sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege sowie die Förderung der Gesundheitskompetenz ein – Beispiele für seine praxisorientierte Politik, die direkt bei den Menschen ankommt.
Vorreiter in der Gesundheitspolitik
Als Minister prägte er zudem den Dialog mit Fachverbänden und Ehrenamtlichen, würdigte die Bedeutung der Selbsthilfe und setzte gesundheitspolitische Akzente im Bereich der Prävention und Versorgung. Er sagte, dass in Nordrhein-Westfalen ähnlich wie in weiten Teilen Deutschlands ländliche Gebiete und Ballungsbereiche vorhanden sind. In Bezug auf die Krankenhausreform, so der Minister weiter, hatte sein Bundesland eine politische Idee, und diese sinnvoll umgesetzt, indem die Menschen und Systeme der Gesundheitsbranche im Dialog beteiligt wurden. Dabei fühlten sie sich stets dem Gemeinwohl verpflichtet, nicht dem Profit.
Zukunftsorientierte Ansätze
Er betonte, die Basisversorgung in der Allgemeinmedizin müsse überall gesichert sein. Dabei könnten Telemedizin und Digitalisierung noch deutlich mehr unterstützen als bisher, auch im Rahmen der Patientensteuerung und Ersteinschätzung. Entfernungen und Qualitätskriterien müsse man manchmal jedoch auch hinterfragen. Er nannte als ein weiteres Beispiel die Entbudgetierung, die sich auf Unter- bzw. Überversorgung beziehen kann, aber nur sinnvoll sein, wenn sie bei der Unterversorgung herangezogen werde.
Mit der Auszeichnung würdigt die Jury Laumanns Beharrlichkeit und Effizienz, seinen nachhaltigen Einfluss auf die Gesundheitspolitik und seinen Einsatz für ein resilienteres, bürgernahes Gesundheitssystem. Er misst seine politischen Ziele an der Messbarkeit im Alltag und dem Nutzen für den Menschen.
Quelle: Mirjam Bauer



